„VERDRÄNGUNG, ENTEIGNUNG, NEUANFANG: FAMILIENUNTERNEHMEN IN OSTDEUTSCHLAND VON 1945 BIS HEUTE“.

Familienunternehmen wurden in der früheren DDR verdrängt und enteignet. Heute prägen sie wieder die Wirtschaft in Ostdeutschland. Die Ausstellung, die sich ihrer wechselvollen Geschichte von 1954 bis heute widmet, ist  im Kulturzentrum Rathenow zu sehen.

Die von der Stiftung Familienunternehmen konzipierte Ausstellung dokumentiert anhand konkreter Beispiele, unveröffentlichter Dokumente und Zeitzeugenaussagen den Prozess der Verdrängungen und Enteignungen, aber auch den Neuanfang nach der Wende.

„40 Jahre sozialistische Planwirtschaft haben einst eine blühende Landschaft an Familienunternehmen vernichtet“, sagt Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. „Nach dem Fall der Mauer konnten Unternehmer aber erfolgreich an ihre historischen Anfänge anknüpfen. Die Ausstellung ‚Verdrängung, Enteignung, Neuanfang: Familienunternehmen in Ostdeutschland von 1945 bis heute‘ dokumentiert das eindrucksvoll.“

Die Ausstellung zeigt dabei auch die unheilvolle Dynamik des Sozialismus auf. „Die verheerende Erfahrung der Enteignung muss uns eine Lehre sein“, sagt Heidbreder. „Wer heute leichtfertig über Enteignungen spricht, ignoriert – in Kenntnis unserer Geschichte – bewusst den Schaden, der den Bürgerinnen und Bürgern und der Wirtschaft am Ende entsteht.“

Mehr Informationen gibt es darüber hinaus auf der Themenseite der Stiftung Familienunternehmen: https://www.familienunternehmen.de/fokus/beitrag-der-familienunternehmen-fuer-gesellschaft-und-staat/familienunternehmen-in-ostdeutschland

Foto: Marco Urban

 

Hier geht’s auch zur virtuellen Ausstellung: https://www.familienunternehmen.de/ausstellung/familienunternehmen-in-ostdeutschland/

 

Vernissage: Samstag, 30. Oktober 2021, 15 Uhr

Ausstellungszeitraum: bis Mitte Dezember 2021

 MEYDENBAUER UND BUSCH -PIONIERE DER PHOTOGRAMMETRIE
Eine Ausstellung im Themenjahr 2021 „Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Bewegung“
Der 15. November 2021 ist der 100. Todestag Albrecht Meydenbauers. Dieses Datum zum Anlass nehmend, hat das Optik Industrie Museum Rathenow ein Ausstellungs- und ein Schülerprojekt mit Begleitveranstaltungen unter dem Titel: „Albrecht Meydenbauer -Emil Busch – Pioniere der Photogrammetrie“ sowie einen Begleitband zur Ausstellung initiiert.

Ausstellungsschwerpunkte: Leben und Wirken Albrecht Meydenbauers; Die Entwicklung der Photogrammetrie als wissenschaftlicher Messmethode; Die Weitwinkelobjektive der Reihe „Pantoscop“ von Emil Busch in Rathenow, ingenieurtechnische Voraussetzung für den Bau der Kameras; Die Meydenbaueraufnahmen im Dienst der Denkmalpflege an ausgewählten Beispielen; Das historische Erbe Meydenbauers im Bestand des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege.

Auf acht großen, variabel aufstellbaren Tafeln werden die fünf Ausstellungsthemen in Wort und Bild behandelt. Messbildfotografien, Fotografien und Archivalien von Albrecht Meydenbauer und Emil Busch sowie verschiedene Pantoscop-Objektive als auch eine Original-Meßbildkamera aus der Schweizerischen Nationalbibliothek (Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege)  werden ausgestellt.

 Mehr zu diesem Thema von Dr. phil. Isabelle Kirgus, Schweizerische Nationalbibliothek: Preussische Präzision vor Ruine Haldenstein 

Vernissage: Samstag, 11. September 2021, 15 Uhr, Foyer 
Ausstellungszeitraum: bis 21. November 2021
Grafik: Holger Volk, Dipl.-Designer

RATHENOW.
WIEGE DER OPTISCHEN INDUSTRIE

Erstmals haben Praktiker aus der optischen Industrie und Historiker, Wissenschaftler, Unternehmer sowie am Thema Interessierte Texte für einen umfassenden Band brandenburgischer Industriegeschichte erarbeitet. Reich bebildert, geben die populär gehaltenen Beiträge Einblick in die verschiedenen Facetten optischer Industrieproduktion: vom Brillenglas bis zum Fernrohr, vom Mikroskop zur Brillenfassung, vom Ladenbau zum Werkzeug- und Maschinenbau. Auch die Themenbereiche Bildung, Ausbildung, Studium kommen umfassend zum Tragen.
Ein Brückenschlag zwischen Retrospektive, dem Jetzt und dem Blick in die Zukunft des bedeutenden Industrie- und Wirtschaftsstandortes.

Herausgeber: Bettina Götze/ Joachim Mertens

Das Buch ist ab sofort in unserem Museumsshop erhältlich.

 

Buchdaten:
erschienen im Verlag Berlin Brandenburg
248 Seiten, ca. 270 Abbildungen (größtenteils farbig)/ Hardcover, Format: 21,0 x 22,5 cm
ISBN 978-3-947215-67-6
€ 25,00 (D) / € 25,70 (A)

„Rathenower“ Ziegelstempel
Eine Spurensuche zur Ziegeleigeschichte des 19./20. Jahrhunderts im Elbe-Havel-Dreieck

Basierend auf der gleichlautenden Schrift des Autos Wolfgang Bünnig, aus dem Jahre 2015, ist nun die erweiterte und überarbeitete 2. Auflage erschienen. Viele neue Aspekte fanden Eingang, wobei sich sowohl der Autor als auch die Herausgeber bewusst waren und sind, dass das Thema noch längst nicht abschließend bearbeitet ist.  Der nun vorliegende Band soll dazu beitragen, das Interesse an der regionalen Ziegeleigeschichte zu wecken bzw. weiter zu stärken und soll anregen, nach weiteren Quellen und Informationen über die Ziegeleigeschichte unserer Region zwischen Havel und Elbe zu suchen.

Erhältlich im Museumsshop

Preis: 15,00 €

RATHENOW.
Eine historische Bilderreise

Ein Bildband auf 128 Seiten mit über 200 Fotos aus der Geschichte der Stadt Rathenow. Die Fotografien wecken Erinnerungen und dokumentieren den Alltag der Menschen. Der liebevoll gestaltete Bildband ist ein Muss für alle Rathenower und regionalhistorisch Interessierten.

Herausgeber: Dr. Bettina Götze und Sylvia Wetzel

Das Buch ist erschienen im Sutton Verlag GmbH, Hardcover, ISBN 978-3-96303-246-2

Erhältlich im Museumsshop

Preis: 19,99 €

TECHNIKGESCHICHTE IN BRANDENBURG ERLEBEN

Die Broschüre „Technikgeschichte in Brandenburg erleben“ (Museumsverband des Landes Brandenburg e.V.) ist hier in ihrer aktuellen Version als Download verfügbar:

Keineswegs langweilig oder gar verstaubt!
Unsere Multimediaguides …

Die kleinen Tablet- PCs tragen dem Wunsch der Besucher nach mehr Informationen Rechnung. Ausreichend Speicherkapazität macht es möglich, spannende und ungewöhnliche Geschichten hinter bestimmten Objekten der Ausstellung zu erfahren, Einblicke in historische Werbekataloge der optischen Rathenower Firmen zu erhalten, tiefer in die Stadtgeschichte einzutauchen oder auch in Bildern einen Spaziergang durch das historische Rathenow zu machen. Die Informationen sind in Textform, als Grafik beziehungsweise Foto abgespeichert, auch einige Videos sind abrufbar. Unter anderem hat die Fielmann AG bereits einen Film mit ihrem offiziellen Firmenporträt zur Verfügung gestellt.

Ein interaktiver Stadtplan mit Unternehmen und Institutionen der optischen und augenoptischen Industrie und den Bildungseinrichtungen befindet sich derzeit noch im Aufbau, die ersten Einträge sind bereits abrufbar. Hier sind Informationen zum Unternehmen, zum Portfolio, Kontaktdaten und zur Lage des Unternehmens/ der Institution gespeichert.
Damit das Optik Industrie Museum Rathenow ohne die komplette Ausstellung einzupacken auch auf Reisen, beispielsweise zu Messebesuchen oder Tagungen gehen kann, sind die Tablets so konzipiert, dass sie auch offline genutzt werden können.

Museumsshop

Der aktuelle Heimatkalender  ist in unserem Museumsshop erhältlich. Aber auch aus vorhergehenden Jahrgängen gibt es bei uns für Sammler noch Heimatkalender- Restbestände … Ebenfalls vorrätig: die Sonderausgabe „Der Landmaschinenbau in Rathenow“

Neben Gutscheinen für Veranstaltungen, Gutscheinen für die Therme in Bad Wilsnack können in unserem Museumsshop auch regionalgeschichtliche Literatur, Literatur zur Optik, „Dunckers Augentropfen“ (ein Bio- Pfefferminzlikör, exklusiv für uns hergestellt), funktionstüchtige Bausätze für kleine optische Instrumente, optische Spielereien, Postkarten und vieles mehr erworben werden. Schauen Sie doch einfach mal im Museumsshop vorbei!

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr

Bitte beachten Sie beim Besuch im Optik Industrie Museum die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Vielen Dank.